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Warum wir Resilienz nicht nur lehren, sondern stiften.

Wenn wir heute auf 15 Jahre RZT® und auf die Entwicklung des ResilienzForum zurückblicken, dann wird eines besonders deutlich: Hinter dieser Arbeit stand von Anfang an mehr als nur die Idee, gute Weiterbildungen anzubieten.

Es ging immer auch um eine größere Frage: Wie kann Resilienz dort wirksam werden, wo Menschen, Familien, Multiplikator:innen und ganze Systeme sie gesellschaftlich am dringendsten brauchen?

Genau aus dieser Perspektive heraus ist aus dem ResilienzForum nicht einfach nur eine Akademie geworden, sondern 2018 schließlich auch eine Stiftung.

Der gesellschaftliche Entwicklungsauftrag hinter dem ResilienzForum

Die Gründung der Stiftung ResilienzForum

Nicht jedes Weiterbildungsinstitut wird zu einer Stiftung. Und genau darin liegt bereits ein Hinweis darauf, dass hinter dem ResilienzForum von Anfang an ein anderer Anspruch stand. Gerade in Zeiten permanenter Veränderung und Unsicherheit bietet sie eine stabile und zugleich transparente Form, verbunden mit einem flexiblen Gestaltungsrahmen für sinnstiftende Arbeit und die langfristige Verwirklichung einer größeren Vision. Das ist mehr als eine juristische Form. Es ist eine Haltung. Für uns ist es zudem ein gesellschaftlicher Entwicklungsauftrag. 

Die Stiftung schafft für uns einen Rahmen, in dem Resilienz nicht nur als Produkt, sondern als Beitrag zu sozialer, gesundheitlicher, kultureller und bildungsbezogener Entwicklung verstanden wird.

👉 Organisationale Resilienz

Eine Stiftung gehört sich selbst und ist auf Dauer angelegt

Die Mitinitiatorin der Stiftung. Johanna Rzehak, sagte sehr treffend, was eine Stiftung in diesem Zusammenhang besonders macht: Eine Stiftung gehört sich selbst und ist auf Dauer angelegt. Die Entscheidung für eine Stiftung bedeutet auch: Unsere Entwicklungsarbeit soll nicht nur kurzfristig auf Marktbewegungen reagieren. Sie soll langfristig einem Zweck dienen.

Die Stiftung ResilienzForum formuliert diesen Zweck sehr klar.

  • Sie initiiert und unterstützt Projekte, die es Menschen und Systemen ermöglichen, im Umgang mit individuellen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen innovativer, widerstandsfähiger und krisensicherer zu werden.
  • Gleichzeitig verfolgt sie gemeinnützige Zwecke in Bereichen wie Wissenschaft und Forschung, öffentlicher Gesundheit, Familienhilfe, Bildung, Kultur und Gleichberechtigung.

Warum der Schritt zur Stiftungsgründung für uns folgerichtig war

Für mich als Entwiclerin war die Gründung der Stiftung Resilienzforum zugleich ein sehr persönlicher und ein langfristiger Schritt. Nach 30 Jahren Entwicklungsarbeit wollte ich meine Arbeitsergebnisse und  Vision von einer ECHT STARKEN Zukunft in einem Stiftungszweck hinterlegen, um die Früchte dieser Arbeit an die nächsten Generationen weiterzugeben, damit diese im Lichte gegenwärtiger Erfordernisse lebendig weiterentwickelt werden kann.

Genau darin lag für mich ein wichtiger Gedanke: Eine Stiftung bewahrt nicht einfach Vergangenes. Sie schafft auch einen Rahmen dafür, dass Wissen, Methoden, Erfahrungen und Visionen weitergegeben, weiterentwickelt und gesellschaftlich anschlussfähig gehalten werden können.

Entwicklung, Forschung und Weiterbildung gehören zusammen

Die Stiftung organisiert ihre Arbeit ausdrücklich entlang der drei Felder Entwicklung, Forschung und Weiterbildung. Diese Verbindung ist für das ResilienzForum zentral. Denn Resilienzförderung soll hier nicht nur praktisch wirksam, sondern auch langfristig erforscht, überprüft und weiterentwickelt werden. Und sie soll nicht nur einigen wenigen zugutekommen, sondern in Form von Qualifizierung, Projekten und Förderstrukturen in die Breite wirken.

Die Stiftung ist damit kein Zusatz zur Akademiearbeit. Sie ist ihr erweiterter Horizont. Sie erinnert daran, dass Resilienz nicht nur in Seminarräumen entsteht, sondern in Familien, Schulen, Pflege, sozialen Einrichtungen, Unternehmen, Nachbarschaften und gesellschaftlichen Übergangsräumen. Und dass es dafür einen Rahmen braucht, der stärker ist als der nächste Markttrend.

Die Stiftung initiiert und unterstützt Projekte, die Menschen wie auch Systeme dabei unterstützen sollen, im Umgang mit individuellen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen innovativer, widerstandsfähiger und krisensicherer zu werden.

Resilienzförderung ist aus unserer Stiftungssicht ein gesellschaftliches Thema

Diese Perspektive ist besonders wichtig. Denn viele Belastungen, mit denen Menschen heute konfrontiert sind, entstehen nicht nur im Individuum. Sie entstehen in Familien, in Bildungssystemen, in Pflegekontexten, in Organisationen, in gesellschaftlichen Umbrüchen und an den Schnittstellen von Gesundheit, Arbeit, Erziehung, Versorgung und Zusammenleben. Genau deshalb kann Resilienz aus Stiftungssicht auch nicht nur individuell gefördert werden.

Als Förderfelder sieht die Stiftung ResilienzForum unter anderem Resilienzmaßnahmen und Entwicklungsprojekte, unabhängige Forschungsprojekte sowie Weiterbildungen für Betroffene und Multiplikator:innen aus Schule, Erwachsenenbildung, Arbeit, Erziehung, Gesundheit, Pflege, Therapie, Kunst, Kultur, sozialer Beratung, Unternehmen und Organisationen. Das zeigt: Der gesellschaftliche Auftrag der Stiftung ist bewusst breit angelegt.

"Bridging NOW" - Entwicklung heißt auch: Brücken bauen

Unsere  Vision für Resilienz-Projekte heißt „Bridging Now“ macht deutlich: es geht uns darum, Brücken zu bauen — zwischen Menschen, Generationen, Kulturen, Kompetenzen, Praktiken, Forschung, Anwendung, hnologien, Natur und Umwelt. Resilienz erscheint hier nicht nur als Schutz vor Krisen, sondern als Leitprinzip für eine Gesellschaft, die Übergänge, Unterschiede und Spannungen produktiv gestalten muss.

Das ist für mich ein tragender Gedanke. Denn damit wird Resilienz zu einer Kompetenz des Verbindens. Zu einer Fähigkeit, mit Vielfalt, Wandel und Unsicherheit so umzugehen, dass nicht nur Schaden begrenzt, sondern Zukunft mitgestaltet werden kann.

Warum Brücken bauen heute wichtiger ist denn je

Gerade heute wird sichtbar, wie aktuell unser Stiftungsauftrag ist. Wir leben in einer Zeit, in der sich Krisen überlagern, Versorgungssysteme unter Druck stehen, soziale Spannungen wachsen und viele Menschen an Übergängen, Belastungen und Unsicherheiten gleichzeitig tragen. In einer solchen Lage reicht es nicht, Resilienz nur als individuelles Wohlfühlthema zu behandeln.

Der gesellschaftliche Entwicklungsauftrag der Stiftung ResilienzForum besteht deshalb darin, Resilienz als Entwicklungs-, Bildungs- und Zukunftsthema ernst zu nehmen. Nicht nur dort, wo Menschen bereits in Not geraten sind. Sondern auch präventiv, qualifizierend, forschend und vernetzend — überall dort, wo tragfähige Zukunft erst noch gebaut werden muss.

Brücken bauen über Resilienz-Ausbildungen

Warum Resilienz-Ausbildungen so wichtige Schlüsselrolle spielen

Wenn man den gesellschaftlichen Auftrag der Stiftung ResilienzForum ernst nimmt, dann wird schnell verständlich, warum Resilienz-Ausbildungen darin einen so zentralen Stellenwert haben. Denn gesellschaftliche Resilienz entsteht nicht nur durch gute Ideen, Konzepte oder Projekte. Sie entsteht vor allem dort, wo Menschen befähigt werden, selbst zu tragenden Multiplikator:innen von Stabilität, Orientierung, Entwicklung und Krisenkompetenz zu werden.

Die Hebelwirkung von Resilienz-Ausbildungen liegt auf der Hand: Wenn Du eine einzelne Person stärkst, stärkst Du einen Menschen. Wenn Du jedoch Eltern, Lehrkräfte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter:innen, Coaches, Therapeut:innen, Trainer:innen, Führungskräfte oder HR-Verantwortliche qualifizierst, dann stärkst Du ganze Beziehungs- und Wirkungssysteme. Dann wirkt Resilienz nicht nur in einer Person, sondern in Familien, Klassenräumen, Teams, Einrichtungen, Unternehmen, Beratungssettings und sozialen Zusammenhängen weiter.

Nur Menschen, die selbst regelmäßig Stärkung erfahren, können anderen Menschen echte Stärke vermitteln . Und sie geht noch einen Schritt weiter: Nur wer als Multiplikator:in selbst regelmäßig Stärkung erfährt, eine ausreichende fachliche Qualifikation erhält und persönliche Entwicklungsbereitschaft mitbringt, kann langfristig anderen Menschen bei der Bewältigung von Krisen und beim Aufbau einer tragfähigen Krisenprophylaxe helfen .

Multiplikator:innen sind der Hebel für Soziale Innovation

Die Stiftung spricht deshalb ganz bewusst von Multiplikator:innen. Gemeint sind Menschen, die selbst an entscheidenden gesellschaftlichen Schnittstellen arbeiten — etwa in Familie, Erziehung, Pflege, Lehre, Beratung, Therapie, Führung oder Organisationsentwicklung. Gerade sie tragen häufig hohe Verantwortung, begleiten andere durch Übergänge und Krisen und stehen dabei selbst oft unter chronischer Belastung.

Wenn diese Menschen fachlich nicht ausreichend qualifiziert, emotional nicht ausreichend gestärkt oder systemisch nicht ausreichend unterstützt werden, dann entstehen genau jene Lücken, die später an vielen anderen Stellen sichtbar werden: in Überforderung, Ausfall, Unsicherheit, instabilen Beziehungen, schlechterer Versorgung oder fehlender Entwicklungskraft.

Resilienz-Weiterbildungen als Prävention, nicht erst als Reparaturauftrag

Ein zweiter wichtiger Punkt ist: Resilienz-Ausbildungen greifen nicht erst dann, wenn Systeme bereits kippen. Sie wirken idealerweise präventiv. Sie schaffen früher mehr Bewusstsein, mehr Handlungssicherheit, mehr Differenzierungsfähigkeit und mehr tragfähige Begleitungskompetenz.

Gerade das ist für die Stiftung bedeutsam. Denn viele gesellschaftliche Felder leiden nicht nur unter akuten Krisen, sondern auch darunter, dass nachhaltige Qualifizierung, Supervision und professionelle Entwicklungsräume oft fehlen. Weiterbildung wird dann schnell zur punktuellen Maßnahme, wo eigentlich langfristige Stärkung gebraucht würde.

Warum Resilienz-Ausbildungen für uns mehr sind als Wissenstransfer

Damit ist auch klar: In unserem Stiftungsverständnis geht es bei Resilienz-Aus- und Weiterbildungen nie nur um Wissensweitergabe. Es geht primär um die Entwicklung von Menschen und darum, sie in die Lage zu versetzen, Resilienz fachlich fundiert, menschlich tragfähig und praktisch wirksam in ihre jeweiligen Lebensräume und Arbeitsfelder hineinzutragen.

Genau deshalb gehört zur Idee einer professionellen Resilienz-Ausbildung aus unserer Sicht mehr als ein Methodenüberblick. Es geht um Haltung, persönliche Reifung, fachliche Tiefe, Selbst- und Co-Regulation, professionelle Rollenklarheit und die Fähigkeit, Entwicklung unter realen Bedingungen überhaupt erst möglich zu machen.

Resilienz-Ausbildungen sind aus Stiftungssicht deshalb weit mehr als Qualifizierungsangebote. Sie sind ein gesellschaftlicher Infrastrukturbeitrag. Sie helfen, die Menschen zu stärken, die ihrerseits andere stärken. Und genau deshalb nehmen die Programme für Multiplikator:innen in der Stiftung ResilienzForum einen so hohen Stellenwert ein. Sie sind für uns der zentrale Wirkmoment für die individuelle, familiensystemische, organisationale und gesellschaftliche Resilienzförderung.

Was uns zur Sitftungsgründung motiviert hat: Die Lücke im System

Stiftungen entstehen nicht im luftleeren Raum.

Sie entstehen meist dort, wo Menschen über längere Zeit eine Lücke sehen, die weder der Markt noch bestehende Versorgungssysteme ausreichend schließen.

Wir benenn diese Lücke sehr deutlich: Multiplikator:innen, die aufgrund chronischer Belastungssituationen systematisch ausbrennen - etwa Eltern, Lehrkräfte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter:innen und Mitarbeitende in anspruchsvollen sozialen oder organisationalen Rollen.

Professionelle und nachhaltige Resilienz-Angebote für Multiplikator:innen sind inzwischen häufiger, sind aber immer noch nicht selbstverständlich. 

Das 16-Stunden-Pflaster der Resilienzförderung

Ich erinnere mich gut daran, dass nach der Corona-Zeit, in einem staatlich geförderten Projekt für Kinder und Jugendliche in mehrstelliger Millionenhöhe, gerade einmal 16 Stunden Reslienzförderung für Multiplikatoren gefördert wurden - verteilt auf Maßnahmendurchführung, Praktische Anwendung des Erlenten und Follow up.

Dieses 16stunden-Resilienz-Pflaster zeigt eine multiple Problemlage innerhalb vorhandener Förderstrukturen - kombiniert mit einer öffentlichen Missachtung der Menschen, welche derzeit die größte Last unserer Gesellschaft tragen. Als Juristin würde ich - wäre der Fall anders gelagert - fast schon sagen, dass wir hier die Analogie zu einer unterlassenen Hilfeleistung ziehen müssten.

Diejenigen, die für andere tragen, begleiten, versorgen und stabilisieren, sind oft selbst nicht ausreichend gestärkt. Und genau dort, wo nachhaltige Unterstützung nötig wäre, fehlen Zeit, Geld, Struktur - aber auch gesellschaftliche Priorisierung, Haltung, Respekt und Wertschätzung. Seit unserer Stiftungsgründung 2008 ist diese Situation nicht besser geworden.

Wenn zuständige Versorgungssysteme zu spät oder gar nicht greifen

Besonders deutlich wird diese Lücke im Gesundheits- und Unterstützungsbereich. Denken wir an die langen Wartezeiten für Therapieplätze, auf eine unzureichende Erhöhung von Krankenkassenzulassungen für private Psycholog:innen sowie darauf, dass alternative kurzzeittherapeutische Angebote nur selten finanziert werden. Für Betroffene wie für Angehörige entstehen dadurch große Versorgungslücken — gerade in Phasen, in denen schnelle, tragfähige und alltagsnahe Unterstützung besonders wichtig wäre.

Für uns war das nie nur eine systemische Beobachtung von außen. Es war eine sehr konkrete Erfahrung aus der Praxis: Menschen brauchen oft nicht erst später, sondern jetzt Orientierung, Stabilisierung, Qualifizierung und tragfähige Entwicklungsräume. Und viele derjenigen, die diese Räume halten könnten, sind selbst zu wenig begleitet, zu wenig ausgebildet oder zu wenig entlastet.

Wenn Weiterbildung zu kurz greift

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Resilienz-Weiterbildungen für Multiplikator:innen beschränken sich oft auf Vorträge und Einführungsveranstaltungen — und greifen damit zu kurz.

Gerade darin lag eine wichtige Motivation für die Gründung der Stiftung. Denn wenn Resilienz wirklich gesellschaftlich wirksam werden soll, dann reichen kurze Impulse oft nicht. Dann braucht es nachhaltigere Qualifizierungswege, Supervision, Praxisnähe und Angebote, die nicht nur informieren, sondern Menschen langfristig begleiten und wirklich stärken.

Das betrifft nicht nur Einzelpersonen, sondern auch viele soziale und Bildungs-Einrichtungen. Aus Einsparungs- und Kostengründen fehlen vielerorts nicht nur Zusatzqualifikationen, sondern auch regelmäßige Unterstützungsformate, Supervision oder andere tragfähige Begleitstrukturen.

Genau hier entsteht ein Teufelskreis: Hohe Belastung führt zu Ausfall und Überforderung, fehlende Unterstützung verschärft die Lage und die Systeme verlieren genau jene Menschen, die sie eigentlich dringend bräuchten.

Warum wir nicht auf bessere Umstände warten wollten

Für die Stiftung ResilienzForum war diese Ausgangslage keine Einladung zum Resignieren, sondern zur Gestaltung. Oder anders gesagt: Wir wollten nicht darauf warten, dass sich Versorgungslücken, Qualifizierungsdefizite und fehlende Entwicklungsräume irgendwann von selbst schließen.

Die Antwort darauf war die Entscheidung, Resilienzförderung und Unterstützung dorthin fließen zu lassen, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Resilienz soll nicht nur für privilegierte Kontexte zugänglich sein, sondern gerade auch dort Wirkung entfalten, wo Menschen unter hoher Last Verantwortung tragen.

Und daraus speist sich der Stiftungsauftrag bis heute. Nicht aus einer abstrakten Idee von Resilienz, sondern aus dem Wunsch, reale Lücken im System zu sehen, diese ernst zu nehmen und ihnen mit Entwicklung, Weiterbildung und zukünftig auch mit der Initiiertung von Forschungsprojekten zu begegnen.

👉 Resilienz als eine gesellschaftliche Verantwortung

ECHT STARKE Familien, Multiplikator:innen und Organisationen

Drei Resilienzprojekte als übergreifende Entwicklungsaufgabe

Wer den gesellschaftlichen Auftrag der Stiftung ResilienzForum verstehen möchte, sollte auf unsere drei großen Wirkfelder schauen, die sich durch unsere Arbeit ziehen. Sie machen sehr konkret sichtbar, wie Resilienz hier verstanden wird: nicht als isoliertes Einzelthema, sondern als Entwicklungsaufgabe in unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Räumen. 

👉 Resilienz als Meta-Kompetent der Zukunft

1. ECHT STARKE Familien

Ein erster Schwerpunkt liegt auf Familien und ihrem erweiterten Umfeld. Im Rahmen von „Bamboo Family & Friends“ schaffen wir geförderte Angbote für Einzelpersonen, Familien, Eltern, Paare, Kinder, Verwandte, Freund:innen und unterstützende Personen.

Dazu gehören unter anderem Online-Webinare, Online-Programme, Resilienz-Diagnostik, Beratung, Coaching, Therapie sowie Resilienz-Kompetenz- und Soft-Skills-Trainings.

Wir verstehen Resilienz hier nicht nur als innere Stärke des Einzelnen, sondern als etwas, das in Beziehungen, in familiären Übergängen, in Loyalitäten, in Fürsorge und im alltäglichen Tragen von Verantwortung entsteht. Familienresilienz ist deshalb kein Nebenschauplatz der Stiftungsarbeit, sondern ein zentrales gesellschaftliches Feld.

👉 Mehr zum Projekt 

2. ECHT STARKE Multiplikator:innen

Ein zweiter großer Schwerpunkt liegt auf den Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich andere begleiten, stärken, versorgen oder entwickeln: Eltern, Erziehungs- und Pflegepersonen, Lehrkörper, Trainer:innen, Coaches, Therapeut:innen, Ärzt:innen, Geschäftsleitungen, HR, Führungskräfte und Mitarbeitende. Für genau diese Gruppen betreibt die Stiftung gezielt Weiterbildungen, Zertifizierungen und Qualifizierungswege.

Warum dieser Fokus so wichtig ist, wurde in den vorigen Abschnitten bereits deutlich: Multiplikator:innen sind die Menschen, über die Resilienz in viele andere Systeme hineinwirkt. Wenn sie selbst nicht ausreichend gestärkt, qualifiziert und begleitet sind, schwächt das oft nicht nur sie selbst, sondern auch die Räume, für die sie Verantwortung tragen.

Gerade deshalb nimmt die Stiftung die Förderung von Multiplikator:innen so ernst. Sie sind aus dieser Perspektive nicht „eine Zielgruppe unter vielen“, sondern ein zentraler Hebel gesellschaftlicher Resilienz.

👉 Mehr zum Projekt

3. ECHT STARKE Organisationen und Transformationsräume

Ein drittes Wirkfeld liegt in der Begleitung von Transformationsprozessen in Unternehmen, Institutionen und Organisationen. In der Vision 2020–2030 wird dies unter anderem über „NewAIR Business & Leadership“ beschrieben: als nachhaltige Begleitung von Entwicklungs- und Transformationsprozessen zum Aufbau von Resilienz-Kompetenz und Future Skills für die Gestaltung einer ECHT STARKEN Work-Life .

Auch darin zeigt sich die Weite des Stiftungsansatzes. Resilienz wird nicht nur als Thema von Gesundheit oder Krisenprophylaxe verstanden, sondern auch als Kompetenz für Führung, Zusammenarbeit, Wandel, Innovation und Zukunftsgestaltung. Organisationen sind damit nicht nur ökonomische Räume, sondern gesellschaftliche Lebens- und Entwicklungsräume, in denen Resilienz eine wesentliche Rolle spielt.

👉 Mehr zum Projekt

Wie diese drei Felder zusammengehören

Was Familien, Multiplikator:innen und Organisationen miteinander verbindet, ist die Einsicht, dass Resilienz immer dort besonders relevant wird, wo Menschen füreinander Verantwortung tragen, Übergänge bewältigen, Belastungen regulieren und Zukunft gemeinsam gestalten müssen.

Die Stiftung ResilienzForum denkt diese Felder deshalb nicht getrennt, sondern im Zusammenhang. Familien brauchen starke Bezugspersonen. Multiplikator:innen brauchen selbst Stärkung und Qualifizierung. Organisationen brauchen Menschen und Strukturen, die auch unter Veränderung arbeitsfähig, lernfähig und menschlich bleiben. Genau an diesen Verbindungslinien wird der gesellschaftliche Entwicklungsauftrag der Stiftung konkret.

Warum Ausbildung für uns mehr ist als Qualifikation

Entwicklung, Forschung und Weiterbildung

Wenn im ResilienzForum von Ausbildungen die Rede ist, dann ist damit bewusst mehr gemeint als die Vermittlung von Fachwissen oder das Erreichen eines Zertifikats. Ausbildung wird hier als Teil eines größeren gesellschaftlichen und professionellen Entwicklungsprozesses verstanden.

Entwicklung, Forschung und Weiterbildung  ist für uns entscheidend, weil wir nicht nur informieren wollen, sondern Menschen so qualifizieren, dass sie Resilienz in ihren jeweiligen Feldern verstehen, anwenden, verkörpern und weitertragen können.

Ausbildung als Verstärkung gesellschaftlicher Wirkung

Aus dieser Perspektive ist Ausbildung ein Verstärker. Sie vervielfacht Wirkung. Ein einzelnes Projekt kann helfen. Eine Weiterbildung für die richtigen Multiplikator:innen kann jedoch Wirkung in viele Lebens- und Arbeitsräume hinein verlängern.

Wenn eine Pflegekraft, eine Lehrerin, ein Coach, eine Führungskraft oder eine soziale Fachperson nicht nur Inhalte lernt, sondern selbst in ihrer Resilienz gestärkt, fachlich vertieft und in ihrer professionellen Rolle klarer wird, dann verändert das oft mehr als nur ihre eigene Kompetenz. Es verändert die Art, wie Menschen begleitet, Entscheidungen getroffen, Konflikte gehalten, Übergänge gestaltet und Belastungen reguliert werden.

Genau deshalb spielen Weiterbildungen und Zertifizierungen für Multiplikator:innen in der Stiftungslogik eine so große Rolle .

Ausbildung heißt auch: Menschen in ihrer eigenen Kraft stärken

Hinzu kommt ein zweiter Aspekt, der in der Arbeit des ResilienzForum zentral ist: Gute Ausbildungen stärkt nicht nur das fachliche Können, sondern auch die Person, die später mit anderen arbeitet.

Nur wer selbst regelmäßig Stärkung erfährt, kann anderen Menschen echte Stärke vermitteln. In diesem Satz steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Er verweist darauf, dass Multiplikator:innen nicht nur Inhalte weitergeben, sondern immer auch sich selbst mit in den Raum bringen — ihre Haltung, ihre Präsenz, ihre Regulation, ihre Belastbarkeit und ihre Fähigkeit, Orientierung zu geben.

Resilienz-Ausbildungen sind aus unserer Sicht nicht nur ein Qualifizierungsprozess, sondern auch ein Reifungs- und Stärkungsprozess. Genau darin liegt ihre gesellschaftliche Relevanz.

Qualifikation allein reicht nicht

Doch reine Qualifikation reicht nicht aus. wir brauchen im Rahmen der Resilienz-Ausbildungen neben fachlicher Qualifikation auch Zeit für die persönlichen Entwicklungsprozesse der Teilnehmenden. Das ist ein entscheidender Punkt.

Denn gerade in der Resilienzförderung genügt es nicht, Modelle zu kennen oder Methoden erklären zu können. Es braucht Menschen, die selbst gelernt haben, mit eigenen Krisen, wie auch Belastungen, Unsicherheiten oder Rollen-Konfusionen etc, bewusst umzugehen. Es braucht Menschen mit Containment, die nicht nur über Resilienz sprechen, sondern Entwicklungsräume halten und mitgestalten können, in denen Resilienz tatsächlich wachsen kann.

Warum uns dieser Blick auf Resilienz-Ausbildungen heute noch wichtiger ist

Vielleicht lässt sich genau hier am besten zusammenfassen, warum Ausbildung für uns mehr ist als Qualifikation: Weil wir Resilienz nicht als isoliertes Fachgebiet, sondern als gesellschaftlich wirksame Entwicklungsaufgabe verstehen. Und weil Ausbildungen der Ort sind, an dem Menschen auf diese Aufgabe vorbereitet werden können — fachlich, menschlich und professionell.

Ausbildung ist in diesem Sinne kein Nebenfeld der Stiftung, sondern ein Kern ihres Wirkens. Sie schafft die Menschen, Beziehungen und professionellen Kompetenzen, über die Resilienz überhaupt erst in die Fläche kommen kann.

Ein Blick hinter die Kulissen der RZT® Ausbildung

Wie haben sich die Resilienz-Anliegen in 15 Jahren  verändert?

Aus unserer Projekt und Ausbildungserfahrung - ja! Wir beobchten spätestens seit Corona, dass viele Trainer:innen, Coaches, Berater:innen, Therapeut:innen, Führungskräfte, HR- und PE-Professionals heute erleben, dass auch ein prall gefüllter Resilienz-Toolkoffer, den man in seiner guten Resilienz-Ausbildung mitbekommen hat, allein nicht mehr ausreicht:

    • Resilienz-Anwender:innen merken in der Praxis, die Handhabung komplexer Anliegen, multipler Krisenverläufe und der Umgang mit Auftragsüberlagerungen weit erfordern als gute Tools.
    • Sie arbeiten heute mehr und mehr mit Menschen, die nicht nur gestresst sind, sondern gleichzeitig mit Rollenüberlastung, Teamdynamik, chronischer Unsicherheit, Erschöpfung oder familiären Doppel-Belastungen zu tun haben.
    • Sie erhalten Anfragen an der Schnittstelle von Einzelperson zu Führung, Team und Organisation - und suchen einen Rahmen, der diese Ebenen professionell zusammenführt.
    • Zudem möchten heute immer mehr  Professionals nicht nur kognitiv, sondern interaktiver arbeiten, kreativere Lernsettings gestalten, mehr Embodiment und Erfahrungslernen einbringen. Eine Erwartungshaltung, die heute auch von Kundenseite aus zunimmt.
    • Seit einigen Jahren nimmt auch das Interesse an Themen wie psychologische Sicherheit, Fehlerkuktur, Selbst- und Co-Regulation und auch trauma-informed Ansätze zu. Und all das lässt sich nicht allein über Bücherwissen in die Praxis umsetzen oder über Power-Point unterrichten.

Genau an diesem Punkt wird deutlich: Moderne Resilienzarbeit braucht heute mehr als Fachwissen, Schutzfaktoren und gute Übungen. Sie braucht Prozesskompetenz, Kontextsensibilität, klare Entwicklungslogik und eine Ausbildung, die den realen Anforderungen des Feldes gerecht wird.

👉 Mehr zum Thema 

Wie hat sich unsere Resilienz-Ausbildung über die 15 Jahre verändert?

    • Die Arbeit mit dem Persönlichkeitsmodell von SIZE®- Prozess und die Einführung der Dualen Diagnostik hat die Schnittstelle zur Organisationalen Resilienzförderung weiter professionalisiert (siehe hiertzu auch unser NewAIR Business & Leadership-Programm).
    • Das RZT® als eine Agile Methode und sein Facilitation-Ansatz haben ihre® Anschlussfähigkeit an New Work und Arbeitswelt 4.0 gefunden.
    • Die Förderung von Resilienz als Meta-Prinzip und Meta-Kompetenz haben in der Ausformulierung des Future Skills Development-Ansatzes einen klaren Bezugsrahmen gefunden.
    • Die Inhalte, rund um die individuelle und organisationale Resilienzförderung sind wesentlich ausdifferenzierter - so ist das RZT Curriculum seit 2010 von 5 auf 120 Ausbildungstage gewachsen ist.
    • Dabei wurde unsere Ausbildungsstruktur über die Jahre mehrfach erweitert - bis 2022 war diese auf 6 Ausbildungs-Level, inkl. Online und Präsenz-Zertifizierungen angewachsen.
    • 2023 haben wir das System wieder radikal vereinfacht, modularer und flexibler gestaltet, so dass wir heute nur noch auf den Ebenen RZT®-Grundlagen und RZT®-Expert arbeiten.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung?

Die Digitalisierung hat uns seit 2018 dabei geholfen, den Fokus der Ausbildung von "Was ist Resilienz" hin zu "Wie arbeite ich mit dem RZT® Framework?" zu verschieben. Corona hat diesen Prozess dann 2020 enorm beschleunigt.

  • Zwischen 2017 und 2023 wurden  alle "klassischen Resilienz-Grundlagen" (Was ist Resilienz? Schutzfaktoren, Krisenbewältigung, Modelle, Tools und Interventionen, etc.) in RZT®-Handbücher, Fachpublikationen und in den Online-Campus überführt.
  • Hierdurch konnten wir uns in den Präsenz-Ausbildungen - und ab 2020 auch in den Online-Zertifizierungen - zu 100% auf die Vermittlung und Anwendung des RZT® und seiner Prozess-Architektur und auf die Rollen bzw. Aufgaben des Facilitators konzentrieren.
  • Aus der ursprünglichen RZT® Resilienz-Ausbildung für Trainer, Berater & Coaches wurde dann final die RZT®-Facilitator-Ausbildung für Angewandte Resilienz.

Seit ca. 5 Jahren kommen überwiegend Resilienz-Anwender:innen zu uns in die Ausbildung, die bereits Vorkenntnisse, praktische Erfahrungen und auch Weiterbildungen zu den Grundlagen der Resilienz mitbringen.

Was haben wir über 15 Jahre an der RZT® Ausbildung nicht verändert?

 

1. Unser systemisch-integratives Resilienzverständnis

Resilienz zeigt sich nie nur im Individuum. Sie entsteht im Zusammenspiel von Person, Rolle, Beziehung, Team, Organisation und Kontext. Wer heute mit Resilienz arbeitet, muss diese Ebenen unterscheiden und verbinden können.

2. Die Prozessarchitektur des RZT®

Professionelle Resilienzarbeit beginnt nicht mit der vorschnellen Methode, sondern mit Ressourcenaktivierung, Fallorientierung, Auftragsklärung, Diagnostik und einer tragfähigen Entwicklungslogik — bis hin zu Integration und Transfersicherung.

3. Embodiment, Regulation und psychologische Sicherheit

Entwicklung gelingt nicht nur kognitiv. Menschen und Systeme müssen unter Belastung zunächst wieder ausreichend sicher, reguliert und kontaktfähig werden, damit Lernen und Veränderung überhaupt anschlussfähig werden.

4. Persönlichkeit, Disposition und Diagnostik

Resilienz-Kompetenz zeigt sich nie losgelöst von Persönlichkeit, Bedürfnissen, Stressmustern, Lernstilen und situativem Kontext. Wer passgenau arbeiten will, braucht dafür einen differenzierten professionellen Blick.

5. Facilitation-Ansatz und Schnittstellenkompetenz

Resilienz-Professionals arbeiten heute selten in einfachen Settings. Sie bewegen sich an den Schnittstellen von Training, Coaching, Beratung, Führung, Teamarbeit, HR, PE und OE. Dafür braucht es Rollenklarheit, Prozesskompetenz und professionelle Anschlussfähigkeit.

6. Praxis, Transfer und professionelle Reifung

Eine gute Ausbildung zertifiziert nicht nur. Sie begleitet einen Entwicklungsweg. Sie hilft dabei, Wissen in Erfahrung, Erfahrung in Praxis und Praxis in professionelle Facilitation-Kompetenz zu übersetzen.

7. Lebendige und interaktive Lernsettings

Wir haben ein Spezialgebiet: Die Angenwandte Improvisation. Sie macht ein zentrales Herzstück unserer Arbeit aus, sie zeigt woher wir kommen und warum wir Resilienzförderung aus einer einzigartigen und grundlegend anderen Perspektive heraus angehen.

8. Raum für die Community

Über all die Jahre hat uns immer eines getragen: Unsere RZT® Community und die wunderbaren Menschen, die wir über all die Jahre ausbilden durften. Viele davon sind inzwischen sogar schon in Rente gegangen, haben Familien gegründet, Unternehmen und Kinder in die Welt gebracht - und sie haben Krisen erlebt und - wie mir so oft wiedergespiegelt wird - auch dank des RZT® und durch den Kontakt zur Community besser überstanden als gedacht.

Für wen die Ausbildung besonders sinnvoll ist

Für Menschen, die langfristig wachsen wollen

Das RZT® richtet sich an Menschen, die Resilienz heute nicht nur verstehen, sondern professionell und wirksam begleiten wollen. Dabei ist der Ausbildungsweg bewusst so angelegt, dass unterschiedliche Ausgangslagen sinnvoll aufgenommen werden.

Wer möchte, kann sich über die RZT® BASICS hinaus zum RZT® Expert weiterentwickeln und später den Weg zur RZT® Lehrtrainer:in gehen. Dadurch entsteht kein starres Ausbildungspaket, sondern eine individuelle und professionelle Entwicklungsreise, die mit Deiner Praxis, Deinem Arbeitsfeld und Deinem Reifegrad mitwachsen kann.

Zielgruppe 1: Das RZT® für Resilienz-Einsteiger:innen

Das RZT® bietet Resilienz-Einsteiger:innen einen fundierten und praxisnahen Einstieg in moderne Resilienzarbeit. Die Ausbildung verbindet von Anfang an ein systemisch-integratives Verständnis von individueller und organisationaler Resilienz mit Embodiment, Auftragsklärung, Facilitation und Future Skills. So entsteht ein professioneller Entwicklungsrahmen, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern den Aufbau einer tragfähigen Praxis unterstützt.

 

Zielgruppe 2: Das RZT® für bereits ausgebildete Resilienz-Anbieter:innen

Für bereits ausgebildete Resilienz-Anbieter:innen kann das RZT® eine sinnvolle Vertiefung und Ergänzung darstellen. Vor allem dann, wenn in der Praxis der Bedarf entsteht, Prozessarchitektur, organisationale Anschlussfähigkeit, Embodiment, Selbst- und Co-Regulation oder die Arbeit mit komplexeren Fällen professioneller zu integrieren. Das RZT® knüpft dabei an bestehende Qualifikationen an und hilft, sie in einen größeren und differenzierteren Entwicklungsrahmen einzuordnen.

 

Zielgruppe 3: Das RZT® für Coaches, Trainer:innen, Berater:innen, Therapeut:innen, HR-, PE- und OE-Professionals

Das RZT® eignet sich besonders für Professionals, die bereits mit Menschen, Gruppen, Teams oder Organisationen arbeiten und Resilienz als integrativen Entwicklungsrahmen in ihre Praxis aufnehmen möchten. Es bietet Anschlussfähigkeit für Coaching, Führung, Teamarbeit, Personal- und Organisationsentwicklung sowie für Gesundheits-, Präventions- und Belastungskontexte. Besonders relevant ist der Ansatz dort, wo an den Schnittstellen von Individuum und System gearbeitet wird.

Der Ausbildungsweg zum RZT® Facilitator für Angewandte Resilienz

Das RZT® Facilitator Training für Angewandte Resilienz ist als wachsender professioneller Ausbildungsweg aufgebaut. So kannst Du dort einsteigen, wo Du gerade stehst, und Deine Entwicklung Schritt für Schritt vertiefen - in einem Rahmen, der Praxis, Reifung und professionelle Anwendung miteinander verbindet.

RZT® BASICS

Die Grundlagen-Ausbildung zum RZT® Facilitator für Angewandte Resilienz
6 Tage Online | 12 Tage Präsenz | Optional: Wahlmodule zu

  • Somatic Self-Leadership
  • individuelle und organisationale Resilienz,
  • Future Skills & Angewandte Improvisation

Die RZT® BASICS bilden den Einstieg in die professionelle Arbeit mit dem Resilienz-Zirkel-Training nach dem Bambus-Prinzip®. Hier lernst Du die Grundlagen des systemisch-integrativen Resilienzverständnisses, die Prozesslogik des RZT®, die Arbeit mit Auftragsklärung, Embodiment, die 4 Circle-Formen, traum-informed Facilitation Grundlagen und Future Skills Development kennen.

Die Ausbildung ist dabei nicht nur auf Wissensvermittlung ausgerichtet. Sie begleitet Dich von Anfang an in einen Lernprozess, in dem aus Begriffen Erfahrung, aus Erfahrung Praxis und aus Praxis Schritt für Schritt professionelle Handlungskompetenz entsteht.

RZT® Expert

Die Aufbauzertifizierung für Menschen, die tiefer gehen wollen

Aufbauend auf den BASICS kannst Du Deinen Weg als RZT® Expert fortsetzen. Hier wird die Arbeit vertieft, differenziert und stärker an Dein eigenes Arbeitsfeld angebunden. Je nach Bedarf und beruflichem Kontext kannst Du individuelle Schwerpunkte setzen — zum Beispiel in Führung, Teamarbeit, Coaching, Training, HR, PE, OE oder anderen Praxisfeldern.

Die Expert-Stufe verbindet Online- und Präsenzformate mit weiterführender Praxisintegration und unterstützt Dich dabei, Deine Rolle, Deine Positionierung und Deine professionelle Anwendungskompetenz weiter auszubauen.

RZT® Lehrtrainer:in

Für Menschen, die das RZT® in großer Tiefe weitergeben wollen

Der Weg zur RZT® Lehrtrainer:in richtet sich an Menschen, die das RZT® nicht nur anwenden, sondern später auch lehren, begleiten und in größeren professionellen Zusammenhängen weitergeben möchten. Dieser Weg ist bewusst als Reifungs- und Vertiefungsweg angelegt und baut auf Erfahrung, professioneller Entwicklung und zusätzlicher Qualifikation auf.

Ein Ausbildungsweg, der mit den Kunden mitwächst

Das Besondere am RZT® liegt in seiner offenen und zugleich klaren Entwicklungslogik. Zu Beginn muss nicht bereits feststehen, wie weit dieser Ausbildungsweg später führen soll. Der Einstieg kann über die RZT® BASICS erfolgen, verbunden mit ersten Praxiserfahrungen und einer schrittweisen Entscheidung darüber, welche Vertiefungen für das jeweilige Arbeitsfeld und die eigene professionelle Entwicklung sinnvoll sind.

So entsteht kein starres Ausbildungspaket, sondern eine entwicklungsfähige Ausbildungsarchitektur, die mit wachsender Praxis, Erfahrung und professioneller Reifung mitwachsen kann.

Unser Motto: Von Tag 1 an "Ready to FLOW"

Einstieg jederzeit möglich

Viele Ausbildungen vermitteln erst einmal Theorie — und die eigentliche Praxis beginnt irgendwann später. Im RZT® arbeiten wir anders. Unsere Grundidee lautet: Ready to FLOW! Du musst nicht auf einen „perfekten Startmoment“ warten. Das RZT® ist so aufgebaut, dass Du jederzeit in die laufende Ausbildung einsteigen kannst. Dadurch bleibt Dein Einstieg flexibel und anschlussfähig an Deine berufliche und persönliche Situation.

Sofortiger Zugang zum Online-Campus

Ab Tag 1 bekommen Teinehmende Zugang zu unserem umfangreichen Online-Campus mit Lerninhalten, Materialien, Handouts, Hintergrundwissen und Ausbildungsunterlagen. So können sie sich von Beginn an orientieren, Inhalte vertiefen und Dein Lernen im eigenen Tempo mitgestalten.

Praxisbegleitung statt Alleingang

Ready to FLOW heißt nicht: Teilnehmende müssen von Anfang an alles allein können. Es heißt vielmehr, dass sie früh in die Anwendung hineinwachsen dürfen - und dabei professionell begleitet werden. Dafür bieten wir monatlichen Online-Live-Trainings, die Präsenzmodule, begleitende Inputs, Supervisionen, Lerngruppen und eine aktive Community, in der Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen selbstverständlich dazugehören.

Lernen in Community und Netzwerk

Das RZT® ist nicht nur eine Ausbildung, sondern auch ein wachsender Resonanz- und Entwicklungsraum. Teilnehmende lernen  nicht isoliert, sondern im Austausch mit anderen Menschen, die ebenfalls an ihrer professionellen Rolle in der Resilienzarbeit wachsen. Community, Lerngruppen und Netzwerkoptionen helfen dabei, Erfahrungen zu teilen, Fragen zu klären, Sicherheit aufzubauen und über die Module hinaus in Verbindung zu bleiben.

Von Wissen zu Erfahrung – von Erfahrung zu Facilitation

Ready to FLOW bedeutet deshalb vor allem: "Du bleibst nicht beim Verstehen stehen. Du lernst von Anfang an, Inhalte in Erfahrung zu übersetzen, Erfahrung in Anwendung zu bringen und aus der Anwendung nach und nach Deine eigene professionelle Facilitation-Kompetenz wachsen zu lassen."

Das RZT® Facilitator Training für Angewandte Resilienz vermittelt wir nicht nur Wissen über Resilienz. Teilnehmende entwickeln Schritt für Schritt eine professionelle Praxis, mit der sie Menschen, Teams und Organisationen in komplexen Belastungs-, Lern- und Entwicklungsprozessen wirksam begleiten kannst. Wo andere Resilienz-Ausbildungen ihren Abschluss finden, beginnt im RZT® erst die eigentliche Professionalisierung.

Die RZT® Entwicklungsziele der Resilienz-Ausbildung

Im Rahmen der RZT® Ausbildung entwicklen die Teilnehmende daher eine professionelle Handlungsfähigkeit, die Dich sicherer, differenzierter und wirksamer in der modernen Resilienzarbeit macht.

Sie lernen Resilienz-Aufträge professionell zu klären

Viele Anliegen klingen auf den ersten Blick klar — und werden bei genauerem Hinsehen komplex. Im RZT® lernen Teilnehmende, Aufträge differenzierter zu verstehen, Themen sauberer zu sortieren und Entwicklungsprozesse nicht vorschnell zu vereinfachen.

Individuelle und organisationale Resilienz professionell verbinden

Resilienz entsteht nicht nur im Individuum, sondern immer auch im Zusammenspiel mit Rolle, Team, Führung, Kultur und Kontext. Das RZT® unterstützt dabei, diese Ebenen besser zu unterscheiden und professionell aufeinander zu beziehen.

Mit Persönlichkeit, Disposition und Kompetenz differenzierter arbeiten

Das RZT® vermittelt einen differenzierten Zugang zu Persönlichkeit, Bedürfnissen, Stressmustern, Selbstregulation und situativer Kompetenz. So werden Entwicklungsbedarfe klarer erkennbar und Maßnahmen besser auf Person, Rolle und Kontext abgestimmt.

Embodiment, Selbst- und Co-Regulation in Entwicklungsprozesse einbeziehen

Das RZT® erweitert Resilienzförderung um einen konsequenten Blick auf Verkörperung, Präsenz, Regulationsfähigkeit, psychologische Sicherheit und trauma-informed Facilitation. Dadurch wird sichtbar, wie stark diese Faktoren die Qualität professioneller Entwicklungsprozesse beeinflussen.

Entwicklungsräume professionell gestalten und halten

Das RZT® stärkt nicht nur Methodenkompetenz, sondern auch Facilitation-Kompetenz. Es vermittelt, wie Prozesse gerahmt, Gruppen begleitet, Komplexität gehalten und Orientierung gegeben werden können — ohne vorschnell zu kontrollieren oder zu übersteuern.

Resilienz-Maßnahmen wirksamer und anschlussfähiger gestalten

Im Verlauf der Ausbildung entsteht ein klareres Verständnis dafür, wie Resilienz-Maßnahmen aufgebaut sein müssen, damit sie nicht nur überzeugend klingen, sondern in der Praxis auch tragen. Dazu gehören Prozesslogik, Passung, Transfer und die Fähigkeit, Maßnahmen enger an reale Anforderungen anzubinden..

Reifung ist Teil der Ausbildung

Im RZT® verstehen wir Ausbildung deshalb auch als einen professionellen Reifungsweg. Das betrifft die eigene Haltung, die Fähigkeit zur Selbst- und Co-Regulation, die Klarheit in der eigenen Rolle, den Umgang mit Komplexität und die Bereitschaft, sich auch selbst weiterzuentwickeln.

Gerade in einem Feld wie der Resilienzförderung ist das entscheidend. Denn wer andere durch Unsicherheit, Belastung, Übergänge und Entwicklungsprozesse begleitet, bringt immer auch die eigene Person mit in den Raum. Diese persönliche und professionelle Reifung ist deshalb kein Nebeneffekt der Ausbildung, sondern ein wesentlicher Teil ihrer Qualität.

Tiefe statt schneller Zertifizierung

Das RZT® ist bewusst so angelegt, dass aus einer ersten Qualifikation ein tragfähiger professioneller Weg entstehen kann. Nicht alles muss sofort erreicht werden. Aber es gibt eine klare Entwicklungslogik, in der Vertiefung, Spezialisierung und spätere Lehrkompetenz sinnvoll aufgebaut werden können.

Das ist gerade für Menschen wichtig, die das Thema Resilienz nicht nur „mitnehmen“, sondern langfristig tragfähig in ihre Arbeit integrieren möchten — sei es in Coaching, Training, Beratung, Führung, Teamarbeit, HR, PE, OE oder in anderen professionellen Feldern.

 

Resilienz stiften heißt Zukunft mitgestalten

Wenn wir heute auf die Stiftung ResilienzForum schauen, dann wird deutlich: Resilienz ist hier nie nur ein Weiterbildungsthema gewesen. Sie ist Teil eines größeren gesellschaftlichen Entwicklungsauftrags. Die Stiftung wurde gegründet, um Entwicklung, Forschung und Weiterbildung so miteinander zu verbinden, dass Menschen und Systeme im Umgang mit Belastung, Krise und Transformation nicht nur widerstandsfähiger, sondern auch gestaltungsfähiger werden .

Resilienz-Ausbildungen sind der wirksamsten Hebel, um Resilienz in Familien, Bildungsorte, Pflege, Beratung, Führung, Organisationen und andere gesellschaftliche Räume hineinzutragen. Wer Multiplikator:innen stärkt, stärkt nicht nur Einzelne. Er stärkt die Beziehungen, Systeme und Zukunftsräume, in denen gesellschaftliche Resilienz konkret entsteht.

Im ResilienzForum werden Ausbildungen  angeboten aus der Überzeugung, dass professionelle Resilienzförderung ein Beitrag zu einer ECHT STARKEN Zukunft sein kann — für Menschen, für Systeme und für die Gesellschaft als Ganzes.

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Kontakt

Ella Gabriele Amann 15 Jahre RZT

Wie kannst du das RZT® für Deine Arbeit nutzen?

Das Bild, welches wir von uns selbst und welches wir von einer guten Resilienz-Ausbildung haben verändet sich über 15 Jahre. Und das ist gut so! Denn wenn Du Resilienz heute professionell fördern will, brauchst Du weit mehr als gute Inhalte und einen vollen Toolkoffer.

Es braucht Erfahrung, Prozess- und  Schnittstellenkompetenz, Differenzierungsfähigkeit und eine Ausbildung, die Resilienz nicht nur erklärt, sondern lebendig vermittelt und nachhaltig in Lern-, Lebens- und Arbeitskontexten erfahrbar macht.

Mit dieser Jubiläumsreihe erhälst Du einen umfassenden Einblick in unseren Kompetenz-Development-Ansatz - von Resilienz als Metakompetenz bis hin zu Somatic Leadership und unserem trauma-informed Facilitation-Ansatz.

Ich hoffe, Du hast noch Fragen?
Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch!

Deine Ella Gabriele Amann
ResilienzForum Akademie

Anfragen per E-Mail
amann@ResilienzForum-Akademie.com

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FAQS

Häufige Fragen zur Jubiläumsreihe und zur modernen Resilienz-Ausbildung
Was ist die Stiftung ResilienzForum?

Die Stiftung ResilienzForum ist eine gemeinnützige Stiftung, die Entwicklung, Forschung und Weiterbildung zur individuellen und organisationalen Resilienzförderung miteinander verbindet. Ihr Ziel ist es, Projekte zu initiieren und zu unterstützen, die Menschen und Systeme im Umgang mit Transformationsprozessen, Belastungen und Krisen stärken.

Warum wurde Stiftung gegründet?

Die Stiftung schafft einen langfristigen und transparenten Rahmen für die Arbeit der ResilienzForum Akademie, die nicht nur auf Markttrends reagiert, sondern einem gesellschaftlichen Zweck dient. Eine Stiftung gehört sich selbst, ist auf Dauer angelegt und verbindet so Entwicklungsstabilität mit flexiblem Gestaltungsspielraum.

Was ist der gesellschaftliche Entwicklungsauftrag der Stiftung?

Der gesellschaftliche Entwicklungsauftrag besteht darin, Resilienz nicht nur als individuelles Thema, sondern als Gestaltungsaufgabe in Familien, Bildungsräumen, Gesundheits- und Sozialkontexten, Unternehmen und Organisationen ernst zu nehmen. Die Stiftung fördert dazu Projekte, Forschung und Weiterbildungen, die Menschen und Systeme innovativer, widerstandsfähiger und krisensicherer machen sollen.

Warum spielen Resilienz-Ausbildungen in der Stiftung eine so wichtige Rolle?

Weil Ausbildungen eine starke gesellschaftliche Hebelwirkung haben. Wer Multiplikator:innen wie Lehrkräfte, Pflegekräfte, Coaches, Therapeut:innen, Führungskräfte oder HR-Verantwortliche qualifiziert, stärkt nicht nur Einzelpersonen, sondern viele weitere Beziehungs- und Wirkungssysteme, in denen Resilienz konkret weitergetragen wird.

Wer sind aus Sicht der Stiftung wichtige Multiplikator:innen?

Zu den wichtigen Multiplikator:innen zählen unter anderem Eltern, Erziehungs- und Pflegepersonen, Lehrkräfte, Trainer:innen, Coaches, Therapeut:innen, Ärzt:innen, Führungskräfte, HR und Mitarbeitende in Organisationen. Sie alle tragen in ihren jeweiligen Feldern dazu bei, Resilienz wirksam werden zu lassen.

Welche gesellschaftlichen Probleme will die Stiftung mit ihrer Arbeit adressieren?

Die Stiftung reagiert u.a. auf reale Versorgungslücken für chronisch belastete Multiplikator:innen, fehlende nachhaltige Weiterbildungen, zu kurze Resilienzformate, mangelnde Supervision und unzureichende Unterstützungsangebote für Betroffene und Angehörige. 

Was bedeutet „ECHT STARK in die Zukunft“ im Zusammenhang mit der Stiftung?

„ECHT STARK in die Zukunft“ steht für die Vision, Resilienz als Beitrag zu einer starken, menschlichen und zukunftsfähigen Gesellschaft zu verstehen. Dazu gehören starke Familien, starke Multiplikator:innen und starke Organisationen ebenso wie die Bereitschaft, Brücken zwischen Menschen, Generationen, Kulturen, Kompetenzen, Praktiken, Technologien, Natur und Umwelt zu bauen.

Wie kann ich die Inhalte vertiefen?

Über die einzelnen Beiträge der Jubiläumsreihe, über weiterführende Informationen zur RZT® Facilitator-Ausbildung, über unsere RZT® Webinare sowie über Publikationen und Angebote aus dem Umfeld des ResilienzForum.