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Zukunftskompetenzen (Future Skills)

Zukunftskompetenzen – häufig auch als Future Skills bezeichnet – beschreiben Fähigkeiten, die Menschen, Teams und Organisationen benötigen, um unter Bedingungen von Komplexität, Unsicherheit, Digitalisierung und gesellschaftlichem Wandel handlungsfähig zu bleiben.

Dazu gehören nicht nur neue fachliche Qualifikationen, sondern vor allem überfachliche Kompetenzen wie:

  • Selbstorganisation
  • Lernfähigkeit
  • Anpassungsfähigkeit
  • Kooperationsfähigkeit
  • systemisches Denken
  • Umgang mit Unsicherheit
  • Entscheidungsfähigkeit in dynamischen Situationen

Im Unterschied zu klassischen Kompetenzmodellen, die häufig auf planbare Anforderungen und stabile Berufsbilder ausgerichtet sind, richten sich Zukunftskompetenzen auf eine Welt, in der sich Anforderungen laufend verändern. Zukunftskompetenzen beschreiben daher weniger einen festen Wissensbestand als vielmehr die Fähigkeit, sich selbst, Beziehungen und Systeme unter veränderten Bedingungen weiterzuentwickeln.

Im Verständnis des Resilienz-Zirkel-Trainings (RZT®) bilden Zukunftskompetenzen keine isolierte Kompetenzkategorie, sondern bauen auf Resilienz als Meta-Kompetenz auf. Resilienz schafft die Grundlage dafür, dass Menschen und Systeme mit Druck, Ambivalenz und Veränderung nicht nur zurechtkommen, sondern Entwicklung aktiv gestalten können. In eurer Stiftungs- und Akademiearbeit wird dies ausdrücklich als Aufbau von Resilienz-Kompetenz und Future Skills für Menschen, Multiplikator:innen und Organisationen beschrieben .

Zukunftskompetenzen verbinden damit:

  • individuelle Regulations- und Entwicklungsfähigkeit
  • organisationale Lern- und Transformationsfähigkeit
  • gesellschaftliche Verantwortung und Gestaltungskraft

Im RZT® und im Future Skills NOW Kompetenz-Development Framework werden Zukunftskompetenzen daher als systemisch-integrative Kompetenzfelder verstanden, die Menschen befähigen, Brücken zwischen Technologien, Generationen, Kulturen, Kompetenzen und Praktiken zu bauen – gerade in Zeiten lokaler und globaler Entwicklungs- und Belastungskrisen .

Zukunftskompetenzen sind damit keine Trendbegriffe. Sie beschreiben die reale Entwicklungsaufgabe unserer Zeit.

Siehe auch

👉 Resilienz
👉 Individuelle Resilienz
👉 Organisationale Resilienz
👉 Selbstorganisation
👉 Selbstorganisation als Schlüsselkompetenz
👉 Resilienz als Meta-Kompetenz der Zukunft
👉 Gesellschaftliche Resilienz
👉 Kompetenzentwicklung
👉 Future Skills NOW - Kompetenz-Development-Framework

Wissenschaftliche Einordnung

Der Begriff Future Skills wird in Bildungsforschung, Hochschulentwicklung, Arbeitsforschung und Transformationsforschung verwendet. Er bezeichnet Kompetenzen, die in einer durch Digitalisierung, Komplexität und Wandel geprägten Zukunft besonders relevant werden.

Wir verwenden den Begriff im RZT® und im Future Skills NOW Kompetenz-Development Framework jedoch nicht isoliert, sondern in ein breiteres Kompetenzverständnis eingebettet: Die Stiftung ResilienzForum beschreibt ihre Vision 2020–2030 ausdrücklich als Brückenbau zwischen Menschen, Technologien, Generationen, Kulturen, Kompetenzen, Praktiken und Natur . Gleichzeitig wird in der NewAIR-Linie die nachhaltige Begleitung von Transformationsprozessen als Aufbau von Resilienz-Kompetenz und Future Skills beschrieben .

Damit erhalten Zukunftskompetenzen im RZT® und im Kompetenz-Development Framework eine besondere Bedeutung: Sie werden nicht nur als arbeitsmarktbezogene Skills verstanden, sondern als resilienzbasierte Entwicklungsfähigkeiten, die individuelle Selbstregulation, organisationale Anpassungsfähigkeit und gesellschaftliche Mitgestaltung miteinander verbinden.

Weiterführende Literatur

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